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SV Darmstadt 98


Mannschaftssponsoren:

SVMercure

Hinten von links: Patrick Appelt, Luca Gelzleichter, Leon Müller, Niklas Gerhard, Aleksej Vukmirovic, Josip Galic

Vorne von links: Moritz Bäumel, Adrian Kireski, Zahid Kakar, Cameron Royo, Luciano Pepe

Ausbildungsphilosophie

Grundsätzlich sieht das Nachwuchsleistungszentrum seine Aufgabe in der Ausbildungs- und Spielphilosophie darin, seinen Spielern und Mannschaften alle taktischen Phänomene im Offensivspiel ebenso wie im Defensivverhalten zu lehren und alle fußballspezifischen und für das Fußballspiel relevante Techniken zu vermitteln. Sich starr auf eine Grundformation im Ausbildungsbereich festzulegen, ist aus unserer Sicht bei der Komplexität des Spiels und der Weiterentwicklung mit immer neuen Spielstilen und Lösungsmöglichkeiten im Profibereich, nicht sinnvoll. Gerade der Profibereich und qualifizierte Amateurbereich, für den die Nachwuchsleistungszentren ausbilden, erfordert diese Flexibilität in der Ausbildung der eigenen Spielweise, Taktik, Grundausrichtung und Systeme. Die Spieler sollen in ihrer Ausbildung im NLZ lernen, unabhängig von Systemen oder Grundformationen, für die jeweiligen Spielsituationen Lösungen zu finden. Hierbei stellen wir die Offensive nicht über die Defensive und umgekehrt, sondern vermitteln das richtige Gleichgewicht beider Spielaufgaben und lehren damit eine ebenso gleichberechtigte Bewertungsgrundlage bezüglich beider Aufgabenstellungen im Spiel. Es gilt, dass die Spieler über den Zeitraum ihrer Ausbildung beim SV Darmstadt 98 altersgemäß alle kollektiven Ausrichtungen in der Offensive und Defensive kennenlernen und hier das nötige fußballerische „Rüstzeug" individualtechnisch erlernen, um sich individual-, gruppen-, und mannschaftstaktisch in der jeweiligen Situation richtig verhalten und diese lösen zu können. Daher fordern wir von unseren Trainern, Spielern und Mannschaften eine erfolgsorientierte, taktische Kreativität, die sich an der Altersstufe, den Spielaufgaben und im Leistungsbereich auch am Gegner und der Ligaqualität orientiert. Natürlich geschieht dies auf der Basis der richtigen altersbedingten Ausbildung. Die Spieler sollen von Grund auf das richtige Umschaltverhalten bei Ballgewinn und Ballverlust lernen und automatisieren, da dies der Schlüssel für das einfache Spielziel „Tore erzielen – Tore verhindern" ist. Die Grundprinzipien, die hierzu vermittelt werden sind systemübergreifend gleich. Die Umsetzung, ob man Angriffs- oder Mittelfeldpressing zur aktiven Balleroberung einsetzt, sind nur eine Facette, die die Spieler in der Ausbildung kennenlernen. Dies ist nur ein Beispiel, um zu verdeutlichen, dass es nicht zielführend wäre, nur einen Faktor, in diesem Fall Angriffspressing auszugeben, da die Spieler auch alle anderen Facetten des Pressingverhaltens erlernen und anwenden können müssen.
Daher spielt in unserer Ausbildungsphilosophie das „simulierte Wettspiel" im Trainingsbetrieb eine zentrale Rolle. Das simulierte Wettspiel (durchaus mit zielführenden Provokationsregeln) nimmt in den Trainingseinheiten unserer Nachwuchsteams eine schwerpunktmäßige Rolle ein, da die Spieler kombiniert mit dem qualifizierten Coaching der Trainer immer wieder alle Aspekte des komplexen Fußballspiels erleben. Sie müssen wettkampf- und zielorientierte Lösungen für die sich im Wettkampf ergebenden Situationen suchen und können diese so unter simulierten Wettkampfbedingungen anwenden und automatisieren. Unsere Ausbildung im Training gestaltet sich hierdurch extrem spielnah und spielorientiert.

Der Grundsatz lautet: „Fußballspielen lernt man durch Fußball spielen!"

Leistungsbereich (U16-Junioren – U19-Junioren)Im Leistungsbereich werden die Anforderungen weiter kontinuierlich gesteigert. Es erfolgt ein zunehmendes Heranführen an die Belastungen und Anforderungen im Profibereich. In diesem Ausbildungsabschnitt muss ein reibungsloser Übergang vorbereitet werden. Ein großer Schwerpunkt besteht in der Ausprägung leistungsfördernder Eigenschaften wie Siegeswille, Durchsetzungsvermögen, Selbstüberwindung und Einstellung zum professionellen Fußballspielen und zu professioneller Lebensführung. Die jugendlichen Nachwuchsspieler werden zudem immer mehr zur Selbständigkeit und Eigenverantwortung erzogen. Die Bausteine und bisher erlernten Grundlagen im technischen und taktischen Bereich werden im Leistungsbereich perfektioniert, stabilisiert und automatisiert. Die Spieler lernen in diesem Altersabschnitt die variable und situationsgemäße Anwendung unter starken Wettkampfbedingungen (hohes Tempo, enger Raum, Gegnerdruck). Es gilt also, diese bisher erlernten technisch-taktischen Grundlagen auf spezielle Positionsanforderungen abzustimmen und an größere Wettkampfanforderungen anzupassen. Hierzu ist ein Training mit vielen Wettkampfelementen wichtig. Zudem kann nun auch schwerpunktmäßig im mannschaftstaktischen Bereich gearbeitet werden, da die Spieler nun noch besser komplexe Situationen aufnehmen und analysieren können und zudem jeder Spieler inzwischen seine „feste" Spielposition gefunden hat.
Das „Zweite goldene Lernalter" ermöglicht wieder schnelle Lernerfolge. Technisch-taktische Fertigkeiten können in verhältnismäßig kurzer Zeit auf ein sehr hohes Niveau gebracht werden. Auch Kraft und Ausdauer sind nach der Pubertät und dem damit verbundenen Wachstumsschub sehr gut trainierbar. Insofern ist ein intensives Koordinations-, Kraft- und Beweglichkeitstraining sehr wichtig. Die Persönlichkeit der jugendlichen Spieler wächst zunehmend und bekommt eine immer stärkere Ausprägung. Auch aus diesem Grund muss der Trainer unbedingt klare Vorgaben machen und auf Disziplin achten. Es gilt zudem auch die sportliche Belastung mit der schulischen bzw. beruflichen Belastung zu koordinieren.

Quelle:sv98.de

 

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